Wie funktioniert ein Radioteleskop?

Wie sind Galaxien entstanden? Woraus bestehen sie? Antworten geben Radioteleskope. Wie funktionieren sie eigentlich?

Wie funktioniert ein Radioteleskop?

Der Parabolspiegel eines Radioteleskops

Radioteleskope erlauben es den Wissenschaftlern, einen Teil der Welt zu erforschen, der optisch unsichtbar ist. Radiowellen, die nicht auf der Erde, sondern in weit entfernten Galaxien entstanden, geben Einblicke in die Entstehung der Galaxien und ihre chemische Zusammensetzung.

Ein Radioteleskop besitzt einen großen Parabolspiegel aus Metall. Die aus dem Weltall kommende Strahlung wird vom Parabolspiegel reflektiert und so abgelenkt, daß die Strahlen in einem Brennpunkt zusammentreffen. Diesen Punkt nennt man auch "Fokus".

Die gebündelte Strahlung wird mittels einer Antenne in elektrische Signale umgewandelt. Die Radiowellen ferner Galaxien sind so schwach, daß zu ihrem Empfang einerseits ein sehr großer Parabolspiegel notwendig ist (je größer dieser ist, desto mehr Strahlung kann "eingesammelt" werden), andererseits gute elektronische Verstärker notwendig sind, um diese Signale weiterzuverarbeiten.

Während der Parabolspiegel beweglich ist, um ihn damit je nach Aufgabe in die gewünschte Richtung zu drehen und zu kippen, können die Antennen zur Umwandlung der Radiosignale im Betrieb gewechselt werden. Es lassen sich die Signale mehrerer Teleskope auch zu einem Gesamtsignal zusammenfügen, so als ob man einen viel größeren Parabolspiegel benutzen würde.

Der größte Erfolg eines Radioteleskopes wäre es, Radiosignale außerirdischer Lebensformen zu empfangen und für uns Menschen hörbar zu machen. Ob wohl Außerirdische auch jede halbe Stunde Staumeldungen im Radio hören müssen?



Foto: © Andreas Osiptschuk - Fotolia.com



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