Wie fliegt ein Gyrocopter?

Sieht aus wie ein kleiner Hubschrauber, ist aber keiner: der Gyrocopter. Was treibt ihn an, wie hebt er ab?

Wie fliegt ein Gyrocopter?

Ein Gyrocopter ist eine feine Sache: Das Fliegen damit lernt man angeblich schnell

Einen Gyrocopter kann man häufig bei Veranstaltungen wie Flugschauen oder Flugplatzfesten sehen. Im James Bond Film "Man lebt nur zweimal" kam Little Nellie zum Einsatz - ein bewaffneter Gyrocopter, der zerlegt und in Koffern transportiert wurde.

Ein Gyrocopter (auch Tragschrauber) genannt, hat auf den ersten Blick eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Hubschrauber. Allerdings wird der zum Fliegen nötige Auftrieb ganz unterschiedlich erzeugt. Bei einem Hubschrauber wird der Rotor durch einen eigenen Antrieb, dem Triebwerk, in Rotation versetzt. Bei einem Gyrocopter ist neben dem frei drehbaren Rotor, der kein eigenes
Triebwerk besitzt, ein Antrieb nötig. Der Antrieb erfolgt dabei über ein Propellertriebwerk, ähnlich wie beim Flugzeug.

Will ein Gyrocopter starten, so ist zunächst über den Propeller eine gewisse Geschwindigkeit des Fluggerätes am Boden zu erreichen. Durch den entstehenden Fahrtwind wird der Rotor in Drehung versetzt ("Autorotation"). Je schneller der Gyrocopter rollt, desto schneller dreht der Rotor und desto höher ist der Auftrieb. Schon nach wenigen Metern hebt der Gyrocopter ab.

Gyrocopter gelten als sichere und unkomplizierte Fluggeräte, die auch für Privatpersonen erschwinglich sein können. In der Natur kennt der Gyrocopter ein schönes Vorbild, welches Kinder lieben: Ahornsamen. Auch Ahornsamen verdanken ihre Flugeigenschaften der Autorotation.




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