Das Rappeln in der Hosentasche - der Vibrationsmotor

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, wodurch Ihr Handy vibriert?

Das Rappeln in der Hosentasche - der Vibrationsmotor

Detailansicht eines Vibrationsmotors

Das Rappeln in der Hosentasche - der Vibrationsmotor

Vibrationsmotor im Vergleich mit einer Münze

Das Rappeln in der Hosentasche - der Vibrationsmotor

Vibramotor noch ein Größenvergleich (2 Cent Münze)

Das Rappeln in der Hosentasche - der Vibrationsmotor

Vibrationsmotor im Detail

VON: -VIC-

Wenn sie andere nicht durch lautes Klingeln Ihres Mobiltelefones stören wollen, können Sie den Vibrationsalarm aktivieren. Das Telefon macht dann nur durch eine gut spürbare Vibration auf einen herein kommenden Anruf  aufmerksam.

Das Bauteil, das diese Funktion ermöglicht, nennt man Vibrationsmotor, oder kurz Vibramotor. Vibramotoren werden außer in Mobilfunkgeräten auch in anderen Bereichen eingesetzt, im Modellbau z.B. für sich bewegende Fischköder, in Spielzeug für alles was rappelt und zappelt, in Uhren, in Massagematten und sogar in anderen Dimensionen zum Verdichten von Beton und Reinigen von Behältern im Bauwesen.

Manche Freaks bauen mit ihnen winzige Maschinen aus Büroklammern, Zahnbürstenköpfen usw, die durch einen Vibramotor in Bewegung gebracht werden und mehr oder weniger kontrolliert über den Tisch sausen, so genannte ‚Vibrobots’.


Jedoch haben alle Motoren eines gemeinsam; sie alle nutzen das gleiche technische Prinzip der Unwucht. Diese entsteht, wenn die Drehachse eines rotierenden Körpers nicht durch dessen Schwerpunkt verläuft. Dadurch entstehen mechanische Schwingungen, die sich auf das Gehäuse übertragen. Diese Unwucht ist über eine Achse an einem Elektromotor angebracht.

Beim Mobiltelefon ist die Vibration nicht durchgängig; sie pulsiert in einer bestimmten Frequenz, in Intervallen oder nach dem Klingeltonrhythmus. Sie wird durch das Gerät und seine Software eingeschaltet und gesteuert.
Vibrationsmotoren für Mobiltelefone dürfen natürlich bestimmte Dimensionen nicht überschreiten.


Je nach Bauart variieren die technischen Daten:

  • Rund, kleiner, verkapselter Zylinder. Die Unwucht dreht sich um eine Mittelachse innerhalb des Motorgehäuses. Durchmesser ca. 4-24mm, leiser als in länglicher Bauart.
  • Länglich. Die Unwucht dreht sich um eine Achse, die außerhalb des eigentlichen Motors liegt. Länge ca. 8-16mm, zum Teil mit mehr als 9000 Umdrehungen/Minute.
  • Flach, quadratisch. Der kleinste, effektivste und langlebigste der derzeit existierenden Vibramotoren für Mobiltelefone misst gerade mal 11x11mm und ist 2mm hoch. Er erzeugt dennoch die stärkste Beschleunigung von 9G und lebt dreimal länger als andere Vibramotoren.

Um den Vibrationsmotor Ihres Mobiltelefones sehen zu können, müssten Sie das Rückcover und den Akku entfernen, verschiedene Schrauben lösen und Bauteile hoch hebeln, von denen Sie nicht wissen, wie sie befestigt sind. Tief im Gerät verborgen würden sie dann unter einer Abdeckung in einer Mulde Ihren Vibrationsmotor finden.

Nun hätten Sie ihn gesehen, aber könnten ihn wahrscheinlich nie wieder benutzen, weil Ihnen auf dem Weg dahin sämtliche Klicksysteme abgebrochen und Blechteile verbogen wären. Aber da das Gerät sowieso im Eimer wäre, könnten Sie sich gleich auch noch die anderen Bauteile Ihres Mobiltelefones ansehen…

Beim Mobiltelefon ist der Vibrationsalarm nicht nur Ersatz für den Klingelton. Er ist ebenso eine fast lautlose und diskrete Hilfe bei der Terminverwaltung, der Medikamenteneinnahme und bewährt sich auch als Wecker.




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