Lebende Fossilien - die Farne

Vor 300 Millionen Jahren war ihre "Blütezeit" - aber blühen können sie gar nicht.

Lebende Fossilien - die Farne

Farnpflanzen gibt es in unseren Wäldern, an schattigen, feuchten Plätzen

Farne gab es schon vor 300 Millionen Jahren, größer und zahlreicher als heute. Manche sind als Fossilien erhalten geblieben, nur deshalb wissen wir etwas über diese großen Vertreter der Farne. Heute sind sie immer noch über dem gesamten Erdball vertreten.

Bilden Farne Blüten und Samen wie andere Pflanzen?

Nein. genau das ist ihre Besonderheit. Obwohl in früheren Zeiten oft gemutmaßt wurde, wann Farne blühen, hat man dennoch noch nie einen blühenden Farn gesehen. Farne können das gar nicht! Da sie nicht blühen, bilden sie auch keine Samen.

Wie pflanzen sich denn Farne fort?

Farne benutzen dafür sogenannte "Sporen". Dreht man einen Farnwedel (so heißen die "Blätter" der Farne) einmal um, so kann man vielleicht erkennen, daß sie hier die Sporenbehälter befinden. Man nennt sie in der Fachsprache "Sporangien". Wenn die äußeren Bedingungen günstig sind, dann reifen die Sporen soweit, daß die Sporangien aufreißen und die Sporen herausschleudern.

Sie können durch den Wind verbreitet werden. Aus den Sporen werden dann "Vorkeime", in der Fachsprache "Prothallium" genannt. Auf einem Prothallium befinden sich männliche und weibliche Geschlechtsorgane. Farne lieben feuchte Standorte und auch die Befruchtung auf dem Prothallium findet nur statt, wenn ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist.

Nach der Befruchtung entwickelt sich eine neue, kleine Farnpflanze. Farne kommen in unserer Klimazone bevorzugt in Wäldern, an feuchten und schattigen Standorten vor. Sie erfreuen sich auch in Gärten zunehmender Beliebtheit und lieben einen humusreichen Boden.



Foto: © Udo Ingber - Fotolia.com



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