Meister der Verwandlung: Tintenfische

Sie sind relativ intelligent und können andere meisterhaft täuschen. Tintenfische gibt es zehn- oder achtarmig.

Meister der Verwandlung: Tintenfische

Ein Krake

In Meeresaquarien gehören sie zu einer Attraktion: Tintenfische faszinieren Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Nicht nur ihr ungewöhnliches Aussehen, auch ihr ausgeprägtes Sozialverhalten und ihre hohe Intelligenz machen sie zu interessanten Beobachtungsobjekten. Es wurden sogar schon Tintenfische beobachtet, die mit Gegenständen wie kleine Kinder spielten.

Tintenfische gehören zur Klasse der "Kopffüßer" innerhalb des Stammes der "Weichtiere". Wie der Name schon andeutet, befinden sich Arme direkt am Kopfteil des Tieres angeordnet. Tintenfische ernähren sich von Fischen und Krebsen, aber auch von anderen Weichtieren. Man unterscheidet Zehn- und Achtarmige Tintenfische.

Der gewöhnliche Tintenfisch (Sepia) mit seinen kurzen Armen gehört wie der Kalmar zu den Zehnarmigen Tintenfischen. Kalmare erkennt man sehr gut an der Keilform der Hautschicht am Rücken, dem Mantel.

Zu den Achtarmigen Tintenfischen gehört der Krake, der hier eine eigene "Ordnung" bildet. Er ist gut bekannt als Oktopus (griechisch "okto" - deutsch "acht"). Seine acht Arme sind mit zahlreichen Saugnäpfen versehen.

Tintenfische sind sehr lernfähig und verfügen über ein Kurz- und Langzeitgedächtnis. Auch können sie Schmerz empfinden. Viele Tintenfische passen sich an ihren Lebensraum an, indem sie mit ihrer Haut Muster und Farben bilden, die die Umgebung imitieren. So können sie sich tarnen - mal als Korallenriff, mal als ein anderes Tier. Werden sie dennoch bedroht, können sie aus ihrem Tintenbeutel die durch eine spezielle Drüse gebildete Tinte verwenden, um Angreifer zu behindern.

Eine Meisterleistung an Imitation anderer Tiere vollbringt der erst vor einigen Jahren entdeckte "Karnevalstintenfisch", der innerhalb der "Ordnung" der Kraken eine eigene Art darstellt. Er versteht es, andere Tiere geschickt nachzumachen. Er kann sich sekundenschnell in eine Flunder oder Seeschlange verwandeln und deren Bewegungen angleichen.



Foto: © michael baier - Fotolia.com



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