Reise zum Mittelpunkt der Erde

Wir stellen uns einen Tunnel vor, der von der Erdoberfläche bis zum Mittelpunkt der Erde führt.

Reise zum Mittelpunkt der Erde

Der Schalenaufbau der Erde

Der Planet, auf dem wir leben, die Erde, ist bereits mehr als 4 Milliarden Jahre alt. Die Erde enstand aus einer glühenden Feuerkugel, die anfangs aus flüssigem Magma bestand. Im Laufe vieler Millionen Jahre kühlte die Erde an ihrer Oberfläche ab. Die Magmamassen an der Oberfläche wurden durch die Abkühlung fest, die Erdkruste entstand.

Diese Erdkruste war kein festes Gebilde, sondern wurde immer wieder von innen her aufgeschmolzen. Flüssiges Magma drängte an die Oberfläche und zerstörte die Kruste wieder. Man vermutet, daß damals auch große Meteoriteneinschläge die Erde immer wieder trafen. Es war eine Zeit, zu der auf der Erde kein Leben entstehen konnte. Es wird vermutet, daß vor 3 Milliarden Jahren die Erdkruste schon relativ stabil aufgebaut war.

Die Erde ist aus einzelnen Schalen aufgebaut, an deren Grenzen sich bestimmte Eigenschaften der Schalen plötzlich ändern. Die Schalen nennt man Erdkruste, Erdmantel und Erdkern. Für die Lebewesen auif der Erde ist die Erdkruste die wichtigste Schicht. Auf ihr gehen wir, auf ihr bauen wir Häuser, Straßen, Fabriken und bauen Pflanzen an.

Machen wir mit unseren Kindern einmal eine Reise in das Innere der Erde! Wir stellen uns einen Tunnel vor, der von der Erdoberfläche bis zum Mittelpunkt der Erde führt. Wir benutzen ein hitzebeständiges Erd-U-Boot, das natürlich nur unserer Phantasie entspringt. Die Reise führt uns über 6300 km weit. Das ist eine Entfernung, die man sich nur schwer vorstellen kann. Eine Fahrt von Berlin nach Lissabon in Portugal dauert mit dem Auto über einen Tag, aber man legt "nur" über 2700 km zurück.

Zunächst durchqueren wir die feste Erdkruste. Schon nach 1000 m wird uns warm. Es herrschen Temperaturen von über 30 °C. Die Erdkruste ist übrigens der vermutlich best erforschteste Teil der Erde, da durch Bergwerke und Tiefenbohrungen ein direkter Zugang zu den Gesteinen in ihr möglich war.

Wir beschleunigen nun unser Fahrzeug und begeben uns in eine Tiefe von 50 km. Hier endet die Erdkruste und wir fahren in den Erdmantel. Hier würde uns ohne Schutz schon richtig heiß werden, denn es herrschen am Anfang Temperaturen über 100°C. Das Gestein, welches uns nun umgibt, ist nicht mehr hart und spröde, sondern wird allmählich immer weicher. Dafür sorgen die hohen Temperaturen.

Nun beschleunigen wir nochmals und durchfahren den gesamten Erdmantel. Wir erreichen nun ein Gebiet, welches über 2700km tief liegt. Hier herrschen unvorstellbar hohe Temperaturen  Es ist über 3000°C heiß. Heißes Gestein steigt auf, erkaltetes Gestein sinkt nach unten.

Die Fahrt geht weiter zum Mittelpunkt der Erde. Wir haben nun, in einer Tiefe von vielleicht 2800 km, den Kern unserer Erde erreicht. Zunächst durchfahren wir eine Schicht flüssigen Metalls. Es herrschen nun Temperaturen von über 5000°C. Dieses flüssige Metall ist die Ursache des Magnetfeldes der Erde.

Als nächstes erreichen wir ab etwa 5100 km Tiefe den sogenannten inneren Erdkern. Man vermutet, daß dieser innere Erdkern aus festem Metall, haupsächlich Eisen, besteht. Trotz der hohen Temperatur von über 6000°C im Erdinneren sorgt der enorme Druck, der durch die Schwerkraft erzeugt wird, für das feste Erdinnere.

Übrigens: ein echtes U-Boot würde im Inneren der Erde sofort zerdrückt werden. Eine solche, tiefe Fahrt ist leider nicht möglich. Dennoch: Eine Fahrt ins Innere der Erde bieten manche Besucherbergwerke, die aus stillgelegten Kali- oder Steinsalzbergwerken entstanden.

Foto: © Giordano Aita - Fotolia.com



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