Was ist Kernseife?

Sie ist geruchlos und Oma hatte immer welche im Haushalt. Wie entsteht Kernseife, wie ist sie zusammengesetzt?

Was ist Kernseife?

Ein großes Stück Kernseife

Mancher erinnert sich noch an frühere Zeiten, als in vielen Haushalten ein großes Stück Kernseife im Einsatz war. Hatte man Ölflecken auf der Kleidung oder waren die Hände dreckverschmiert, dann hieß es oft: "Nimm Kernseife!". Sie galt als Fleckenmittel und mußte sogar als Mittel gegen Kopfläuse oder Pflanzenschädlinge wie Blattläuse herhalten.

Kernseife entsteht aus Tierfett, Natronlauge, Wasser und Kochsalz in einem Verfahren, welches "Seifensieden" genannt wird. Kernseife besteht aus Natriumsalzen von Fettsäuren (daher auch Natriumseife oder Natronseife genannt).  

Die Kernseife hat eine reinigende Wirkung durch ihre Fähigkeit, Fett und Öl mit Wasser abspülbar zu machen. Sie wird daher auch heute noch in Werkstätten, Metallverarbeitungs- und Malerbetrieben u.ä. zum Händewaschen eingesetzt. Selbst in der Gebäudereinigung findet sie Verwendung. Da keine Parfümstoffe wie bei "normalen" Seifen zugegeben werden, duftet sie eben auch nicht so gut. Manche Menschen sagen der Kernseife auch eine entzündungshemmende Wirkung nach.

In einigen Schulen wird Kernseife als Schülerexperiment im Chemieunterricht sogar selbst hergestellt.

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