Was ist eine Emulsion?

Eine Emulsion setzt man gern mit Creme und Lotion gleich und liegt dabei gar nicht so falsch. Wie entsteht eine Emulsion?

Was ist eine Emulsion?

Feuchtigkeitscreme (Öl-in-Wasser-Emulsion)

Was ist eine Emulsion?

Eine Emulsion selber machen: Öl und Wasser...

Was ist eine Emulsion?

...werden kräftig gerührt.

Mischt man verschiedene Flüssigkeiten, dann geht das meist völlig problemlos. Wasser und Saft oder Limonade und Bier lassen sich mischen, indem man die eine Flüssigkeit in die andere gießt, evtl. noch umrühren - fertig! Es entsteht ein "homogenes Stoffgemisch" - seine Zusammensetzung ist überall gleich.

Ganz anders verhält es sich, wenn Flüssigkeiten zusammengebracht werden, die sich eigentlich nicht mischen lassen. Das klassische Beispiel dafür ist Wasser und Öl. Bringt man diese zusammen, dann entsteht ein "heterogenes Stoffgemisch" - seine Zusammensetzung ist nicht überall gleich. Das Öl wird nach einer Weile auf dem Wasser schwimmen, zwischen Wasser und Öl existiert eine deutlich sichtbare Grenzfläche.

Eine Emulsion ist ein fein verteiltes Gemisch zweier eigentlich nicht mischbarer Flüssigkeiten. Eine von beiden Flüssigkeiten (Phase) bildet kleine Tröpfchen, welche in der anderen Flüssigkeit verteilt sind. Je kleiner diese Tröpfchen sind, desto haltbarer ist die Emulsion. Die Phase, die Tröpfchen bildet, nennt man innere (disperse) Phase, während die Phase, in der die Tröpfchen schwimmen, äußere (kontinuierliche) Phase genannt wird. Emulsionen aus Wasser und Öl werden "Wasser-in-Öl-Emulsion" (W/O) und "Öl-in-Wasser-Emulsion" (O/W) genannt. Bei der Wasser-in-Öl-Emulsion zerteilt sich das Wasser in kleine Tröpfchen, die von der fetthaltigen Komponente umschlossen werden. Bei der Öl-in-Wasser-Emulsion werden kleine Fetttröpfen vom Wasser umschlossen.

Kleine Tröpfchen können gebildet werden, indem die Flüssigkeiten gerührt oder geschüttelt werden. Die bei der Bildung der Emulsion entstehenden winzig kleinen Tröpfchen führen dazu, daß Licht beim Durchgang durch eine Emulsion gebrochen wird, sie wird undurchsichtig und trüb. Emulsionen haben keine unbegrenzte Lebensdauer, die Phasen entmischen sich allmählich wieder. Durch Zusatzstoffe (Emulgatoren) kann die Haltbarkeit und Stabilität erhöht werden.

Beispiele für Emulsionen sind Milch (Fett in Wasser), Mayonnaise (Öl-in-Wasser-Emulsion), Butter (Wasser-in-Fett-Emulsion), Feuchtigkeitscreme (Öl-in-Wasser-Emulsion).

Foto 1:  © baiajaku - Fotolia.com



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