Wie radiert ein Radiergummi?

Mit dem Bleistift zeichnen wir schöne Bilder, wenn ein Strich mißlingt, wird er wegradiert. Wie funktioniert das Radieren?

Wie radiert ein Radiergummi?

Nach dem Radieren hinterläßt der Radiergummi kleine Gummiröllchen als Abrieb

Wie radiert ein Radiergummi?

Radiergummis gibt es in vielen Farben und Formen

Das Malen und Zeichnen zählen zu den frühen kreativen Beschäftigungen von Kindern. Ob Wachsmalstifte, Faserschreiber oder Kreide - malen und zeichnen macht Spaß und entwickelt die kindliche Motorik und Hand-Auge-Koordination. Spätestens in der Grundschule gehört der Bleistift (auch Graphitstift genannt) zur Grundausstattung der Schüler. In jedes Federmäppchen kommt dann auch ein schöner, bunter Radiergummi.

Woraus besteht der Radiergummi?
Der Radiergummi (auch Radierer oder Ratzefummel genannt) besteht aus Kunststoff oder Kautschuk. Während der Verarbeitung des Kautschuks wird er durch Temperatur- und Druckbehandlung ("Vulkanisieren") elastisch und mechanisch widerstandsfähig gemacht.

Wie zeichnet ein Bleistift?
Der Bleistift enthält Graphit (kein Blei) und Ton. Graphit besteht aus Kohlenstoff und ist ein natürlich vorkommendes Mineral. Es hat eine feste, in Pulverform aber schmierige Konsistenz. Graphit hinterläßt grauschwarze Striche. Wird Graphit mit Ton gemischt, läßt sich besser damit schreiben und die Härte des Materials läßt sich besser einstellen. Der Abrieb der Bleistiftmine bleibt durch die sogenannte "Adhäsionskraft" (das ist eine Kraft zwischen unterschiedlichen Stoffen, sie wirkt wie eine Art Kleber zwischen ihnen) auf dem Papier haften. Eine mit Bleistift gemachte Zeichnung oder ein damit geschriebener Text bleiben dauerhaft erhalten, auch wenn man das Papier knittert oder schüttelt.

Wie funktioniert nun der Radiergummi?
Die Adhäsionskraft ("Klebekraft") zwischen Kautschuk und Graphit ist größer als die zwischen Papier und Graphit. Reibt und schabt der Radiergummi über einen Bleistiftstrich, dann wird Graphit vom Kautschuk "weggezogen". Am Radiergummi entsteht dabei auch Abrieb, die kleinen, krümeligen Gummiröllchen wischen wir immer wieder mit der Hand weg.

Warum haben manche Radiergummis eine blaue und eine rote Seite?
Beide Seiten eines solchen Radiergummis bestehen aus dem gleichen Material. In die Mischung der blauen Seite wurde Quarzmehl oder gemahlenes Glas zugefügt. Das macht die Oberfläche härter und führt dazu, daß beim Radieren mit der blauen Seite auch etwas Papier von der Oberfläche des Blattes abgetragen wird. So können auch Striche von Buntstiften entfernt werden, die bei Radieren mit einem normalen Radiergummi sich als zu hartnäckig erweisen. Aber Vorsicht mit der blauen Seite, benutzt man sie zu häufig an der gleichen Stelle, dann bekommen wir schnell ein kleines Loch im Papier.

Foto 1: © Coprid - Fotolia.com



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