Woraus bestehen unsere Zähne?

ähne sollen kauen und müssen daher hart sein. Was macht sie eigentlich so hart?

Woraus bestehen unsere Zähne?

Zähne sollen hart sein. Dafür müssen wir sie auch pflegen

Ein Zahn kann anatomisch ("vom Aufbau her") in folgende Teile unterschieden werden. Die Zahnkrone ist der Teil des Zahnes, den wir sehen können. Der Zahnhals, der bei gesunden Zähnen vom Zahnfleisch bedeckt wird, liegt darunter und bildet einen Übergang von der Krone zur Wurzel. Die Zahnwurzel verankert den Zahn im Kiefer.  

Diese Teile des Zahnes bestehen aus unterschiedlichen Gewebearten: Die Krone besteht aus Zahnschmelz (nennt man in der Fachsprache auch "Enamelum"). Darunter liegt das Zahnbein ("Dentin" genannt). Im Inneren befindet sich Zahnmark, der innere Teil eines Zahnes ("Pulpa" genannt), welches von Blutgefäßen und Nervenfasern durchzogen ist. Über das Zahnmark ist der Zahn mit dem Nervensystem und dem Blutkreislauf des Körpers verbunden.

Im Bereich der Wurzel wird das Zahnbein von Wurzelzement bedeckt, dieses wirkt wie eine Art harte, äußere Schale.

Woraus bestehen die Gewebearten eines Zahnes?

Zahnschmelz besteht zu ca. 97% aus sogenannten "anorganischen" Substanzen. Dazu zählen Hydroxylapatit, Fluorapatit und Carbonapatit.

Zahnbein besteht zu 72% aus anorganischen Stoffen, hauptsächlich Hydroxylapatit.

Wurzelzement besteht zu 65% aus Hydroxylapatit.

Was ist Hydroxylapatit?


Diese Substanz mit dem komplizierten Namen sorgt dafür, daß der Zahnschmelz das härteste Material in unserem Körper ist, härter noch als Knochen! Es zählt zu den Mineralien und hat die Formel: Ca5(PO4)3(OH). Es kommt in unserem Körper auch in den Knochen mit ca. 50% Anteil vor. Hydroxylapatit schützt unsere Zähne nicht nur durch seine Härte, sondern auch durch seine Widerstand gegen chemische Veränderungen.

Hydroxylapatit kommt als Werkstoff für Knochenerstz oder zur Beschichtung von Implantaten zum Einsatz. Dies ist möglich, weil dieses Material von unserem Körper gut vertragen wird. Man sagt dazu auch, es ist "biokompatibel".

Wie beeinflußt die Ernährung die Zusammensetzung der Zähne?

Hydroxylapatit kann durch Säuren, zu denen auch Fruchtsäuren gehören, angegriffen werden. Dabei findet ein Prozeß statt, den Chemiker eine "Demineralisation" nennen. Zähne werden dadurch dünner und brüchiger. Süße Leckereien unterstützen die Vermehrung von Kariesbakterien, welche Säuren produzieren, die ebenfalls den Zahnschmelz angreifen.

Für den Aufbau der Zähne sind eine Reihe von Nährstoffen besonders wichtig, dazu gehören Vitamine und Mineralstoffe wie Kalzium und Fluorid.



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