Warum erröten wir im Gesicht?

Werden wir rot im Gesicht, dann meist, weil uns etwas peinlich ist. Warum werden wir eigentlich rot?

Warum erröten wir im Gesicht?

Wenn wir rot werden, möchten wir ans am liebsten verstecken

Wer kennt das nicht: Man soll vor einer Schulklasse etwas sagen. Kaum hat man begonnen, wird man rot im Gesicht. Manche brauchen nur daran zu denken, schon passiert es. Gerade in dieser Situation, wo alle auf einen starren, auch noch rot zu werden, ist einem besonders unangenehm. Man will partout nicht rot werden, da passiert es erst recht.

Warum werden wir manchmal rot?


Wenn wir in Situationen geraten, die für uns peinlich sind, oder die uns gefährlich sein können, dann erzeugt dies eine Anspannung im Körper. Das Gehirn sendet Hormone in den Körper, die den Blutdruck ansteigen lassen. Gleichzeitig wird der Puls stärker und es wird vermehrt Blut zum Kopf transportiert. Unsere Blutgefäße erweitern sich und die verstärkte Durchblutung wird im Gesicht als Rotfärbung sichtbar. Dabei handelt es sich um eine völlig normale Körperreaktion eines gesunden Menschen.

Daß ein Gesicht rot wird, kennt man auch bei anderen Gelegenheiten: Sport oder Saunabesuch, bei manchen reicht schon ein überheiztes Zimmer. Auch Krankheiten können die Ursache sein. Und wer kennt nicht die Redewendung: Jemand war "rot vor Wut".  

Warum werden manche schnell rot, andere nie?

Das ist, wie so oft, eine Frage der Veranlagung. Manche Menschen haben empfindlichere Nerven als andere. Auch kann es Menschen geben, bei denen das zusätzliche Blut schlechter abfließt.

Kann Rotwerden zu einem Problem werden?

Ja. Mediziner haben sich dafür sogar einen Krankheitsnamen ausgedacht: Erythrophobie. Viele Menschen mögen es nicht, wenn man sieht, wie sie rot werden. Es ist ihnen peinlich. Sie treibt zunehmend die Sorge, ja nicht rot zu werden. Je mehr sie daran denken, je mehr sie darauf achten, desto häufiger passiert es. Mann nennt das auch eine "Erwartungsangst".

Helfen kann hier ein selbstbewußter Umgang mit dem Erröten und Entspannungsübungen, um das Erröten abzuschwächen. Kleiner Trost: Auch wenn unter Kindern Rotwerden manchmal mit dummen Bemerkungen einhergeht, so wirken Menschen, die schnell rot werden, auf viele eher sympathisch.



Foto: © Hanna Retz - Fotolia.com



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