Was macht ein Seismologe?

Seismologen beschäftigen sich mit Erdbeben. Was sind ihre Aufgaben, und was brauchen sie dazu?

Was macht ein Seismologe?

Seismologen werten Seismogramme aus, um Erdbeben und ihre Ursache besser zu verstehen

Die Seismologie ist die Wissenschaft von den Erdbeben. Es gibt Tausende von Erdbeben in jedem Jahr. Jedes Beben erzeugt Druckwellen, die sich im Erdinneren fortpflanzen. Die Art des Gesteins beeinflußt die Geschwindigkeit, mit der Bebenwellen die Erde durchlaufen. Die meisten Erdbeben sind sehr schwach, so daß wir sie gar nicht bemerken. Mit sehr empfindlichen Meßgeräten, den "Seismometern" (auch "Seismographen" genannt), kann man die Bebenwellen messen.

Diese Geräte wandeln Schallwellen, so kann man Bebenwellen auch bezeichnen, in elektrische Signale. Diese Signale können genutzt werden, um sie auf einem Blatt Papier aufzuzeichnen. Das nennt man dann ein Seismogramm. Ein Vielzahl von seismischen Stationen rund um den Erdball registrieren die Bebenwellen und die Geschwindigkeit, mit der sie durch die Erde wandern. All diese Informationen lassen sich zu einem Gesamtbild zusammenfassen und geben den Wissenschaftlern Auskunft über die Beschaffenheit der Erde im Inneren.

Durch die empfindlichen Meßgeräte können Seismologen aber auch feststellen, ob Sprengungen in einem Bergwerk, Meteoriteneinschläge oder gar unterirdische Atomwaffentests stattfanden.

Seismologen haben noch eine andere wichtige Aufgabe: Anhand ihrer Daten und dem Vergleich mit früheren Ereignissen versuchen sie, ein drohendes Erdbeben möglichst genau vorherzusagen, so daß Menschen vorbeugend Maßnahmen zu ihrem eigenen Schutz nach einem Erdbeben ergreifen. Leider sind die Vorhersagen noch nicht genau genug, allerdings kann für ein bestimmtes Gebiet zumindest eine gewisse Wahrscheinlichkeit für ein solches Ereignis vorhergesagt werden.
 

 Bild: © Alexei Nastoiascii - Fotolia.com



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