Was ist ein Findling?

Während der letzten Eiszeit führten die Gletscher auf ihren Wanderungen Gesteinsmassen mit sich fort. Überreste davon können wir heute noch sehen.

Was ist ein Findling?

Ein Findling in der Landschaft

Während der letzten Eiszeit bildeten sich große Gletscher, die von den Gebirgsgipfeln bis in die tiefergelegenen Tälern reichten. Diese Gletscher bestanden aus Eis, welches sich durch hohen Druck aus den Schneemassen auf den Gipfeln bildete. Das Eis bewegte sich allmählich talwärts und nahm auf seiner Wanderung Gestein unter sich mit.

Um solche Gesteinstransporte zu ermöglichen, mußten diese Gletscher mehrere hunderte Meter dick sein, um entsprechende Kräfte entfalten zu können. Man muß sich dabei nur einmal vorstellen, daß die skandinavischen Gebirge solch riesige Gletscher schufen, die das gesamte Gebiet der Ostsee unter sich begruben. Da es in unserer Vergangenheit mehrere, aufeinanderfolgende Eiszeiten gab, sind diese Gletscher jeweils mehr oder weniger weit vorgedrungen und haben dabei unterschiedliche Mengen an Geröll unter sich vorangeschoben.

Auf einer solchen Wanderung wurden die Gesteinsbrocken geschliffen, das heißt durch Reibung mit anderen Gesteinsbrocken oder dem sandigen oder lehmigen Untergrund verrundet. Die größten dieser Brocken blieben, nachdem eine Warmzeit begann und die Eismassen tauten, einfach liegen. Geologen sprechen von solchen Gesteinsbrocken als "Geschiebe" (abgeleitet von der Art des Transportes, bei der tatsächlich die Steine geschoben wurden). Umgangssprachlich hat sich allerdings der Begriff "Findling" durchgesetzt.

Viele kleinere Findlinge sind heute nicht mehr da zu finden, wo das Eis sie hingeschoben hat. Menschen trugen sie hinweg, größere Findlinge fanden als Baumaterial Verwendung.  

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