Schnee und Wasser im Vergleich

Läßt man Schnee schmelzen, bleibt nur wenig Wasser übrig. Ein Versuch zur Dichte.

Schnee und Wasser im Vergleich

1l frisch gefallener Schnee

Schnee und Wasser im Vergleich

Nach einer Weile schmilzt der Schnee und verliert deutlich an Volumen.

Schnee und Wasser im Vergleich

Nachdem der Schnee geschmolzen ist, bleiben etwas mehr als 200ml Schmelzwasser übrig.

Schnee ist gefrorenes Wasser. Stimmt! Aber nur zum Teil. Lassen wir es auf einen Versuch ankommen. Wir benötigen:

  • Schnee
  • einen Meßbehälter.

Der Meßbehälter wird mit einem definierten Volumen an Schnee gefüllt. In unserem Fall haben wir einen 1l Meßbecher benutzt. Es handelte sich um lockeren Schnee, der frisch gefallen war. Der Schnee wurde, ohne ihn zu sehr zu pressen, in den Meßbecher gefüllt. Nun läßt man den Schnee tauen. Man kann dazu den Meßbecher auf eine Heizung stellen, damit es schneller geht. Für ganz Ungeduldige geht es noch schneller in der Mikrowelle.

Nachdem der Schnee geschmolzen ist, wird das Volumen des Schmelzwassers bestimmt. In unserem Fall ergaben etwas mehr als 1l Schnee nur ca. 200-250 ml Wasser. Schnee besteht also, wenn man das Volumen betrachtet, welches Schnee einnimmt zum größten Teil nicht aus gefrorenem Wasser, sondern aus Luft!

Wieso enthält Schnee soviel Luft?


Schnee besteht aus Schneekristallen. Je nach Umgebungstemperatur und Luftfeuchte "verkleben" Schneekristalle zu größeren Schneeflocken. Zwischen den einzelnen Schneekristallen bleibt sehr viel freier Raum, welcher mit Luft aufgefüllt ist. Schon für Form und Größe der Eiskristalle ist die Lufttemperatur entscheidend. Prismen, Kristalle, Platten oder spitze Nadeln können entstehen. Ebenso spielt die Verweildauer der Schneekristalle in der Luft eine Rolle. Je länger sie unterwegs sind, desto mehr wandelt sich die Form auch noch.

Was bewirkt die Luft im Schnee?

Der hohe Luftanteil im Schnee ist die Ursache für einige Wirkungen, die Schnee hat. So ist Schnee die Grundlage vieler Wintersportarten - die Reibung darauf ist vermindert und ermöglicht das Schlitten- und Skifahren. Schneebälle, mit denen man getroffen wird, verursachen weit weniger Schmerzen als ein Stück massiven Eises, da die Luft darin den Schneeball weicher macht. Die Luft im Schnee absorbiert Schall und läßt uns eine verschneite Winterlandschaft leiser erscheinen.

Arten von Schnee


Je mehr Luft der Schnee enthält, desto geringer ist seine Dichte. Ein einfache Methode zur Bestimmung der Dichte wäre es, den im Meßbecher enthaltenen 1l Schnee einfach zu wiegen. Wir unterscheiden dabei verschiedene Schneearten. So gibt es Pulverschnee, welcher sehr trocken ist und sich kaum zu Schneebällen formen läßt, Feuchtschnee, der ideal für Schneebälle ist oder den Naßschnee, bei dem sich sogar Wasser mit den Händen herauspressen läßt.

Welche Formen des Schneefalls gibt es?

Es gibt kurze Schneeschauer, langandauernde Schneefälle, Schneegriesel und Graupel.
    
Das Alter von Schnee

Neben den Bedingungen bei der Bildung von Schnee spielt auch das Alter von Schnee eine Rolle für den Anteil der Luft. So wird Neuschnee (frisch gefallener, unberührter Schnee) immer am meisten Luft enthalten. Altschnee besitzt bereits eine größere Dichte, während Harsch, welcher durch wiederholtes Anschmelzen und Wiedergefrieren an der Oberfläche zu einer festeren Schicht geworden ist, eine noch größere Dichte, also noch weniger Luft enthält.



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