Ein Thermometer und ein feuchtes Tuch

arum können wir uns mit einem feuchten Tuch abkühlen - und wie hilft wedeln dabei?

Ein Thermometer und ein feuchtes Tuch

Zwei gleiche Thermometer...

Ein Thermometer und ein feuchtes Tuch

...von denen eines mit einem feuchten Tuch umwickelt wurde.

Ein Thermometer und ein feuchtes Tuch

Nun wird mit einem Stück Karton oder Papier gewedelt...

Ein Thermometer und ein feuchtes Tuch

...und die Abkühlung kann durch die sinkende Temperatur nachgewiesen werden.

In diesem Versuch benötigen zwei Thermometer (am besten gleicher Bauart). Zunächst stellen oder legen wir beide Thermometer nebeneinander an einen geschützten Platz ohne Sonneneinstrahlung und ohne Luftzug. Nach ein paar Minuten lesen wir die Temperatur ab, sie sollte bei beiden Thermometern gleich sein.

Nun legen wir ein feuchtes Tuch auf eines der beiden Thermometer. Mit einem kleinen Windrad, einem Stück Karton oder ähnlichem wedeln wir nun frische Luft über das feuchte Tuch. Nach kurzer Zeit sehen wir, daß die Temperatur des Thermometers mit dem feuchten Tuch etwas absinkt. Je stärker wir wedeln oder Luft zuführen, desto stärker ist der Abkühleffekt. Allerdings tritt auch bei noch so starker Luftzufuhr irgendwann ein Gleichgewichtszustand ein, bei dem das Wedeln zwar das Tuch und damit das Thermometer abkühlt, wir aber gleichzeitig "warme" Luft (mit Zimmertemperatur) zuführen, die der Abkühlung wieder entgegenwirkt.

Warum kühlt sich das Tuch ab?

Hier sind zwei Effekte verantwortlich:

1.) Die Luft in der Umgebung des feuchten Tuchs nimmt Wasser in Form von Wasserdampf, den wir aber nicht sehen können, auf. Damit Wasser erst einmal verdampfen kann, ist aber Energie nötig. Diese nennt man Verdampfungswärme. Wurde also Wasser verdampft (verdunstet), so war dazu Energie nötig, die hinterher irgendwo fehlen muß. Diese "fehlende" Energie macht sich beim Abkühlen des Tuches bemerkbar.

2.) Durch das ständige Wedeln mit einem Stück Karton führen wir vom Wasserdampf gesättigte Luft ab, die neuer, frischer, ungesättigter Luft Platz macht. Diese neue Luft kann nun neuen Wasserdampf aufnehmen, der durch erneutes Verdunsten von Wasser aus dem feuchten Tuch entsteht. Dazu ist wiederum Verdampfungswärme nötig. Das Fehlen dieser Wärme führt zu einem weiteren Abkühlen des Tuches.



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